Kürzlich konnte ich an der FTI-Inforeise „Destination Pro – Türkische Ägäis” teilnehmen. Die Gruppe bestand aus ca. 120 Teilnehmern, aufgeteilt in 4 Teams. Darunter auch eine Gruppe der FTI Young Community für junge Touristiker und Azubis im Alter von 18 bis 25 Jahren.

Bodrum: Hotel Lujo Art & Joy Güvercinlik, 5*

Nach dem Hinflug ab München mit Sun Express und einem lediglich 20 minütigen Transfer verbrachten wir die ersten 3 Nächte im Lujo Art & Joy Hotel bei Bodrum. Hier wurden wir bereits mittags erwartet, konnten einchecken und die Anlage erkunden.Das 5-Sterne-Hotel bietet jede Art von Luxus. Angefangen von den großzügigen Standard-/Terassenzimmern (alle Zimmer haben zumindest seitlichen Meerblick), über die Clubzimmer im Adults only-Bereich, bis hin zu den so genannten Forest Zimmern und Villen mit eigener Rezeption und Restaurant. Meistens kann auch mit Swim up oder Whirlpool gebucht werden. Dies alles ist terrassenförmig auf mehreren Ebenen angelegt.

Hoteleigene Yachten und ein Heli

Das Hotel verfügt über sieben Restaurants, in denen ausschließlich A-la-Carte angeboten wird. Nur für das Frühstück gibt es ein Buffet. Alle Leistungen sind generell im Ultra All Inklusive enthalten. Nur in zwei Restaurants (Shibori – asiatisch/El Gaucho – Steak House) gibt es spezielle Gerichte gegen Aufpreis.
Umrahmt wird alles von täglichen Shows am Abend durch eine 30-köpfige Artisten- und Tänzertruppe, einem weißen Sandstrand (importiert aus Ägypten) und einem Anleger, auf dem zusätzliche Liegemöglichkeiten gebucht werden können. Hier stehen den betuchten Gästen auch zwei hoteleigene Yachten zur Verfügung.
Zum Schluss gibt es noch einen Helikopter auf dem Dach, welcher für Transfers gebucht werden kann. So kann man auch beruhigt (mit dem Privatjet) nach Izmir oder Antalya anreisen.

Das Programm

Als erstes konnte ich dann abends beim offiziellen Get-together bereits einige Teilnehmer und Organisatoren kennen lernen. Die darauf folgende Show der Tanzgruppe im Indigo Beach Club war für sich bereits ein erstes Highlight. Am nächsten Tag gab es eine allgemeine Informationsveranstaltung im Ballroom des Hotels, danach stand eine Besichtigung Bodrums an. Hier konnte ich nicht nur die Stadt sondern auch einige Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung erleben. Darunter die Windmühlen von Bodrum, von denen man eine fantastische Aussicht auf die Stadt genießen kann. Auch das Amphitheater in Bodrum wurde besucht. Ein großartiges Beispiel eines klassischen griechischen Theaters. Generell gibt es in dieser Region praktisch an jeder Ecke Ausgrabungen und archäologische Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Ein weiteres Beispiel hierfür ist das Myndos-Tor, aus einer Zeit, als Bodrum die befestigte, antike griechische Stadt Halikarnassos war.

Abends gab es dann Abendessen im Bodrum Yacht Club. Eine DER Adressen des örtlichen Nightlife. Hier gab sich sogar der Bürgermeister von Bodrum die Ehre und hieß uns willkommen. Im zugehörigen Partybereich wurde dann noch bis tief in die Nacht bei Livemusik gefeiert.

Blaue Reise

Tags darauf stand eines der Highlights dieser schon jetzt außergewöhnlichen Reise an. Die Teilnehmer konnten wählen zwischen einer Jeep Safari zur Erkundung des Innlandes, der „blauen Reise”, einer Bootstour zu den umliegenden Buchten, sowie weiteren Hotelbesichtigungen.

Ich entschied mich für die blaue Reise. Diese wurde mit 2 Schiffen, den Gulets, durchgeführt. Dies sind aus Holz gebaute, dickbauchige Motorsegler, oft mit zwei Masten. Gulets wurden seit der Frühzeit in Bodrum oder Marmaris gebaut und waren viele Jahrhunderte lang der Typ Schiff, mit dem Handelswaren wie Amphoren mit Oliven und Wein und viele andere Kostbarkeiten entlang der türkischen Küsten befördert wurden.

Die Schiffstouren gibt es generell auch wahlweise als Tagesausflug oder mehrtägige Reisen. An der wunderschönen Küste entlang ging unsere Fahrt mit mehreren Badestopps, obwohl die Wassertemperatur im Mai doch noch etwas kühler war. Auf jeden Fall aber ein gelungener Ausflug, bei dem die Crew unseres Schiffes sogar noch Zeit hatte, den ein oder anderen Fisch zu fangen…

Zwischenstopp in Ephesos

Am nächsten Tag begann unsere Busfahrt in unser zweites Hotel bereits sehr früh. Auf dem Weg Richtung Izmir, vorbei am Bafasee und dem Latmos Gebirge sowie dem Mäanderthal, besuchten wir noch die erst zu 5 Proztent ausgegrabene Stadt Ephesos. In der Landschaft Ionien gelegen, war Ephesos im Altertum eine der ältesten, größten und bedeutendsten Städte Kleinasiens und beherbergte mit dem Tempel der Artemis eines der Sieben Weltwunder. In der Antike lag die Stadt direkt am Meer; durch Sedimentation sowie klimatische und seismische Veränderungen verschob sich die Küstenlinie im Laufe der Zeit nach Westen, so dass sich die Reste der Stadt heute mehrere Kilometer landeinwärts befinden.

Besichtigung des Hotels Korumar Beach Resort

riesige Anlage: das erst 2018 eröffnete Hotel ist sehr großzügig angelegt, viele Flächen werden evtl. in den nächsten Jahren noch bebaut. Soweit ist die Anlage aber fertig. Auch innerhalb sind sowohl die Zimmer als auch die Verbindungsgänge und Gebäude größer/breiter als gewöhnlich. Die tolle Poollandschaft mit Wasserrutschen usw. ist kreisförmig in das Areal integriert.

  • schöner breiter Strand: Das Konzept der großzügigen Raumaufteilung setzt sich auch hier fort. Der Strand bietet mehr als genug Platz für alle Hotelgäste und besteht aus feinem Natursand.
  • tolle Swim up Zimmer: Ein Highlight sind auch hier die Swim up Zimmer oder Zimmer mit Whirlpool oder Whirlwanne im Nebengebäude. Auch hier ist der Pool kreisförmig angelegt, verläuft aber hier um das Gebäude herum. Einzig einige braune stellen in der Grasslandschaft fielen hier negativ auf.

Izmir – Alacati – Cesme: Hotel D+ Seya Beach

Angekommen in unserem zweiten Hotel, dem D+ Seya Beach, konnte ich noch die wunderbare Abendstimmung genießen. Es folgte nach dem obligatorischen gemeinsamen Abendgelage noch eine etwas privatere nächtliche Besichtigung von Alacati mit einer kleinen Gruppe. Die malerische Kleinstadt bietet mit ihren kleinen Gassen tolle Möglichkeiten der abendlichen Freizeitgestaltung. Die Geschäfte haben bis weit in die Nacht geöffnet, und die gemütlichen Bars und Kneipen bieten von ruhiger Hinterhofatmosphäre in beschaulichen Gärten bei einem Glas Wein bis hin zu Party mit lauter Musik alles was man selbst eben persönlich bevorzugt. Meine Gruppe war hier auch fast die ganze Nacht unterwegs. Ein Absacker an der 24h-Hotelbar beendete dann aber endgültig unsere lange Tour.

Das Hotel im Übrigen gehört zur neuen Design Plus Hotelmarke von FTI. Es ist mit einer wunderschönen Lobby, stylishem Innendesign und gepflegten Zimmern ausgestattet. Das Gebiet eignet sich vor allem für Surfer und Taucher. In der Nähe entstehen gerade weitere ähnliche Hotels welche sich wohl zukünftig den Strandabschnitt teilen. Als Kunde kann man also später einmal Strandbereiche und Bars gemeinsam nutzen. Wegen der teils aber noch im Bau befindlichen Abschnitte empfiehlt sich im Moment die Buchung der Meerblickzimmer.

Programm und Abschluss

Meine Erlebnisse mit der Destination Pro-Inforeise neigten sich nun bald dem Ende entgegen. Am letzten Tag konnten wir noch einmal die Städte Cesme und Alacati besuchen. In Cesme vor allem die historische Burg und den Hafen, der teilweise an Venedig erinnert.

Im Nachbarhotel Alacati Beach Club fand dann die große Abschlussfeier statt. Hier hatte ich noch einmal Gelegenheit mit den Kollegen, Teilnehmern, Organisatoren und Meeting Point-Mitarbeitern über das Erlebte zu diskutieren und zu fachsimpeln. Mit einem fantastischen Live-Auftritt der Band Efes Bandosu ging der Abend zu Ende.

Izmir von oben

Am nächsten Morgen wurden wir bereits sehr früh zu unserem Abflughafen gefahren. Der Rückflug mit Sun Express gab uns allen die Gelegenheit, die Millionenstadt Izmir noch einmal von oben zu sehen.

Zusammenfassend war es ein fantastischen Erlebnis, und ich werde die Eindrücke und Erfahrungen noch lange im Gedächtnis behalten. Mein Dank gilt den Organisatoren von FTI und den Mitarbeitern und Reiseführern vom Meeting Point Turkey, die immer für uns da waren und uns Land und Leute näherbrachten. Einige Bekanntschaften und Kontakte werde ich sicherlich weiter pflegen.

Von David Bickel
Teamleiter
BIG/SK