Trickbetrüger im Urlaub kennen die fiesesten Maschen, um sich zu bereichern – auf Ihre Kosten. Wir erklären Ihnen, in welchen Situationen Vorsicht geboten ist, und was es generell zu beachten gibt, um sich vor Trickbetrügern im Urlaub zu schützen.

Stellen Sie sich vor: Sie sitzen mit Ihrem Liebsten abends auf der Terrasse einer gemütlichen Trattoria auf einer italienischen Piazza. Da kommt ein Straßenverkäufer mit einem dicken Strauß roter Rosen zielstrebig auf Sie zu. Sie heben gleich die Hand und winken ab. Doch anstatt in Ruhe weiter zu dinnieren, halten Sie eine Rose in Händen.

Aufdringliche Trickbetrüger im Urlaub

Straßenverkäufer sind frech und dreist. In unserem Fall weigert er sich nun auch vehement, die Rose zurückzunehmen. Schließlich hätten Sie ihn durch das Heben der Hand ja um die Blume gebeten. Passiert Ihnen das auf der Straße, so legen Sie die Rose dem Verkäufer einfach vor die Füße und gehen weiter. Lässt der Verkäufer trotzdem nicht ab von Ihnen, zücken Sie Ihr Handy und erwähnen das Wort Carabinieri. Der Verkäufer wird sich tummeln, wenn auch laut zeternd. Denn er weiß genau: Straßen- und Strandverkauf ist in Italien verboten und wird geandet. Im Restaurant bitten Sie einfach den Ober zu Hilfe. Denn auch den Gastronomen sind die aufdringlichen Händler ein großer Dorn im Auge.

Zauberwort: Carabinieri

Generell gilt: Kommt ihnen ein Straßenverkäufer entgegen, halten Sie immer die Hände bei sich. Denn auch Schmuckverkäufer sind sehr fix wenn es darum geht, Ihnen ein Armband anzulegen – welches sich dann dummerweise auch nicht mehr öffnen lässt. Dann bleiben nur drei Möglichkeiten: bezahlen, diskutieren und letzendlich auch wieder mit den Carabinieri drohen oder das gute Billigstück mit einem Taschenmesser öffnen. Wenn man eines dabei hat, natürlich. Wozu wir hier aber raten.

Straßenverkäufer gibt es fast überall auf der Welt. Dass die meisten von Ihnen eine Menge Tricks beherrschen, um ihre Ware an den Mann zu bringen, wissen wir. Aber nicht nur bei diesen ist Vorsicht geboten.

Trickbetrüger im Urlaub haben ein Auge auf Touristen

Nun werden Sie vielleicht denken: ich weiß, wie ich mich und meine Wertsachen im Urlaub schütze. Ich trage den Rucksack auf dem Bauch oder stattdessen eine Gürteltasche, die Kamera hängt mir sicher um den Hals, das Portmonnaie in der Hosentasche ist mittels einer Kette am Gürtel befestigt. So haben die Trickbetrüger im Urlaub keine Chance. Im Grunde ist das ja auch alles richtig. Aber gleichzeitig auch gefährlich. Denn genau dadurch outen Sie sich als Tourist und als potenzielles Opfer.

Vorsicht bei überschwenglicher Hilfsbereitschaft

Seien Sie daher sehr vorsichtig, wenn Sie von einem Einheimischen angesprochen werden. Vor allem, wenn er Ihnen in perfektem Deutsch oder Englisch seine Hilfe anbietet. Sie wissen den Weg nicht? Sie werden sich wundern, wie schnell Sie dann in einem Restaurant, einem Teppich- oder Schmuckladen stehen. Wo sie jedoch gar nicht hinwollten. Wofür der hilfsbereite Einheimische nun aber eine schöne Provision kassiert. Vor allem im asiatischen Raum kommt dies sehr häufig vor.

Die perfide Rollermasche

Richtig perfide ist die Rollermasche. Roller sind in Afrika und Asien die beliebtesten Fortbewegungsmittel, und werden daher von den Touristen auch gerne gemietet. Leider gibt es unter dem Mietfirmen viele schwarze Schafe, die man daher zu den Trickbetrügern im Urlaub zählen muss. Sie verlangen „aus Sicherheitsgründen” die Angabe einer Adresse, wo das Fahrzeug geparkt wird. Nachts holen sie sich dann den Roller ohne Ihr Wissen zurück und verlangen von Ihnen dann Schadensersatz, weil sie sich den Roller haben „stehlen” lassen. Sollten Sie einen Roller mieten wollen, lassen Sie sich vom Hotel eine Firma empfehlen, und erkundigen Sie sich dort auch gleich nach einem bewachten Parkplatz. Sichern Sie den Roller mit einem Schloss. Und geben Sie wenn möglich keine Adresse an.

Trickbetrüger in Polizeiuniform

Taschendiebe sind auf der ganze Welt zuhause. Leider auch in Deutschland. In Düsseldorf und Berlin sind sie besonders aktiv. Doch während man hier noch darauf eingestellt ist und entsprechende Vorkehrungen treffen kann, ist das zum Beispiel in Mittelamerika nicht so einfach. Dort verkleiden sich die Taschendiebe nämlich schlicht als Polizisten. Bei einer „Kontrolle” durchsuchen Sie das Gepäck zum Beispiel nach „Drogen” und lassen dabei unbemerkt Wertgegenstände verschwinden. Lassen Sie sich in diesem Fall des Ausweis zeigen und bestehen Sie darauf, dass eine Durchsuchung auf der Polizeiwache stattfindet.

Der betrügerische Taxifahrer

Vierelorten zählen auch Taxifahrer zu den Trickbetrügern im Urlaub. Besonders wahrscheinlich, an einen betrügerischen Chauffeur zu kommen, ist es in Prag. Hier sind die Taxifahrer durchaus erfinderisch, wenn es darum geht, dem Fahrgast das Geld aus der Tasche zu ziehen. So gibt es überdurchschnittlich viele Taxis, bei denen der Taxameter kaputt ist und daher nur zu einem – überteuerten – Festpreis gefahren wird. Hier müssen Sie entweder den Preis runter handeln oder sich einen anderen Chauffeur suchen. Klassisch sind die unnötigen Umwege, welche gerne mit offensichtlich ortsunkundigen Touristen gefahren werden. Verfolgen Sie also die Route immer per GPS auf dem Handy, wenn das möglich ist. Seien Sie auf der Hut, wenn das Hotel oder das Museum, zu dem Sie möchten, plötzlich geschlossen sein soll und der Taxifahrer etwas „Besseres” weiß. Denn dort wird er vermutlich eine satte Provision bekommen.

Auf Trickbetrüger kann man im Urlaub überall treffen. Besonders aber in den Touristenregionen, da Urlauber als leichtes und lohnendes Opfer gelten. Wenn man aber ein paar Kleinigkeiten beachtet und generell vorsichtig ist, können einem Trickbetrüger im Urlaub gar nichts anhaben.